Kindernotfälle – Schädelhirntrauma. Was tun?

von 17. Mai 2019 Allgemein

Stößt sich das Kind beim Sport oder im Haushalt den Kopf, dann fällt es den Eltern oft nicht leicht zu entscheiden, wie schlimm die Verletzung wirklich ist. Meistens hat das Kind „nur“ eine Gehirnerschütterung, dann spricht man von einem leichten Schädel-Hirn-Trauma. Ein Schädel-Hirn-Trauma kann aber auch andere Ursachen haben, wie zum Beispiel ein Knochenbruch des Schädels oder der Schädelbasis, eine Blutung oder Hirngewebsverletzung.Typische Symptome dafür sind Erbrechen, Übelkeit, Kopfschmerzen, Schwindel, Bewusstseinsstörungen, Wesensveränderungen und vermehrte Müdigkeit. Eine Pupillendifferenz kann auf eine schwerwiegende Verletzung hindeuten. Sind die Pupillen also nicht gleich groß oder verkleinern sich nicht bei Lichteinfall, dann sollten Sie Ihr Kind sofort ins Krankenhaus bringen.


Nach dem Unfall sollte sich das Kind als erstes körperlich schonen. Bei Bewusstseinsstörungen legen Sie es in die stabile Seitenlage. Ihre Aufgabe ist es nun Ihr Kind sorgfältig zu beobachten und zu überprüfen, welche Symptome auftreten, um später dem Arzt alle wichtigen Informationen geben zu können.


In 85% der Fälle hat so eine unfallbedingte Kopfverletzung keine Folgeschäden. Aber das Schädel-Hirn-Trauma ist die häufigste Einzelursache für den Tod oder eine bleibende Behinderung. Deswegen sollte man lieber, wenn man sich mit der Schwere der Verletzung unsicher ist, ins Krankenhaus fahren. Dort kann das Kind neurologisch überwacht und innere Blutungen oder andere Verletzungen festgestellt beziehungsweise ausgeschlossen werden.

Telefonnummer unserer Kinderstation/Notfallambulanz: +49 3581 37-1401

Mehr Infos zu unserer  Kinderklinik   gibt es auf unserer Homepage.

Vivien Frieser

Autor Vivien Frieser

Mein Name ist Vivien Frieser und ich bin Praktikantin in der Stabsstelle Unternehmenskommunikation und Medien (UK) des Städtischen Klinikums Görlitz. Da ich mich für die vielfältigen Aufgaben in der Gesundheits- und Krankenhauswirtschaft interessiere, entschied ich mich, während meines Studiums praktische Erfahrungen zu sammeln und die verschiedenen Aufgaben in der UK kennen zu lernen.

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