SCHAU REIN! Schüler informieren sich über die Ausbildungsmöglichkeiten im Städtischen Klinikum Görlitz

Vom 11. bis 16.03.2019 lief die „SCHAU REIN!“- Woche, auch die Woche der offenen Unternehmen genannt. Das ist Sachsens größte Initiative zur frühzeitigen Berufsorientierung. Jährlich nehmen rund 800 bis 900 Unternehmen in ganz Sachsen teil. Davon sind ungefähr 70 bis 80 Unternehmen im Landkreis Görlitz. Sie wollen sich bekannt machen und die verschiedenen Ausbildungsmöglichkeiten in ihrem Haus vorstellen.2018 erhielt das Klinikum eine Auszeichnung von „SCHAU REIN!“ für gutes Engagement, tolle Organisation und praxisnahe Durchführung. Die Chance uns weiter bekannt zu machen, nutzten wir dieses Jahr natürlich auch wieder. So wie wir, bieten auch andere Unternehmen an ein oder zwei Tagen Veranstaltungen an. Das Tolle ist, dass sich die Schüler die Veranstaltungen in den verschiedenen Unternehmen selbst raus suchen können. Dabei überlegen sie gut, was sie wirklich interessiert und welchen Beruf sie gern näher kennen lernen möchten.

Zu uns kamen am 13. und 14. März insgesamt 49 Schüler und Schülerinnen. Praxisanleiterin Anja Seidel und Jana Wichor, Lehrerin an der Krankenhausakademie, sowie Kolleginnen aus der Radiologie und der Personalabteilung empfingen die Schüler am 13.03.2019 gegen 14 Uhr im Foyer des Klinikums. Schüler, die sich für den Beruf des Medizinisch-technischen Radiologieassistenten interessierten, gingen mit den Kolleginnen in die Radiologie. Wer sich für die Veranstaltung zu dem Beruf Kaufmann/frau für Büromanagement eingeschrieben hatte, wurde durch die Personalabteilung geführt. Von zehn bis 12 Uhr wurde eine Veranstaltung zum/zur Medizinisch-technischen Laborassistent/in angeboten, die zehn Schüler und Schülerinnen besuchten.

Ich begleitete 14 Uhr Frau Seidel, Frau Wichor und die elf Schüler der 8. Klasse, die sich über den Beruf des Gesundheits-u. Krankenpflegers erkundigen wollten.
Als erstes erhielten die Schüler alle wichtigen Informationen rund um den Ausbildungsablauf. Sie konnten Informationsflyer mitnehmen, in denen nochmal alle Informationen zusammengefasst waren. Wir teilten uns in zwei Gruppen, um den Rundgang individueller zu gestalten und um mehr Fragen beantworten zu können. Frau Wichor, fünf Schüler und Schülerinnen und ich liefen einmal quer über das Krankenhausgelände und gingen zur ersten Station, dem Augen- OP Bereich. Diesen Bereich darf eigentlich nur das Personal betreten. Für die Teilnehmer von „SCHAU REIN!“ haben wir an den zwei Tagen eine Ausnahme gemacht. Die Schüler erhielten einen Einblick in die Ein- und Ausschleusung der Patienten vor und nach einer Operation. Auf dem Boden war eine Linie zu sehen, die den „unsauberen“ Bereich von dem „sauberen“ Bereich trennt. Nur das Personal darf den sauberen Bereich betreten, aber auch erst nachdem sie sich neue Arbeitskleidung angezogen haben. Nur so bleibt der OP Bereich steril.
Danach besuchten wir die Station B2. Das ist die Medizinische Klinik für Gastroenterologie, Nephrologie und Pulmologie. Hier stand ein Pflegewagen mit Pflegematerialien, die täglich auf Station genutzt werden. Dazu gehörte zum Beispiel ein Katheter und Flüssignahrung mit Sonde.

Frau Wichor, Lehrerin in der Krankenhausakademie, stellt verschiedene Pflegematerialien vor.

Außerdem durften die Schüler selbst einmal Patient sein und den Lifter sowie andere Gerätschaften ausprobieren.

Die Schülerinnen testen den Lifter, mit dem Patienten aus dem Bett auf einen Stuhl gehoben werden können.

Die Schülerinnen testen verschiedene Geräte, die den Alltag des Personals und den der Patienten vereinfachen.

Danach ging der Rundgang weiter zur Station B1K, die Medizinische Klinik der Kardiologie. Die Achtklässler durften das Dienstzimmer besichtigen, in dem viele Bildschirme standen. Auf den Bildschirmen wurden verschiedene Kurven angezeigt. Die Schüler haben erraten, dass auf dieser Überwachungsanlage die Herzfrequenz, der Puls, die Sauerstoffsättigung und die Atmung von den Patienten angezeigt werden. Nachdem noch ein paar Worte über die Wichtigkeit der medizinischen Dokumentation gesagt wurden, ging der Rundgang weiter.

Vorstellung der elektronischen Dokumentation auf Station B1K.

Unsere letzte Station war das so genannte Spritzenzimmer gegenüber dem HNO- Bereich. Hier konnten die Schüler und Schülerinnen noch einmal praktische Erfahrungen sammeln. Frau Wichor und Frau Seidel zeigten jeweils in ihrer Gruppe, wie man bei einem Patienten den Blutzuckerwert bestimmt. Zusätzlich haben sich einige Mädchen und Jungen an der Blutdruck- und Pulsmessung probiert. Manch einer hat bestimmt schon mal bei der Oma oder bei der Mutti gesehen, wie das mit dem Messen funktioniert, aber es selbst mal auszuprobieren ist dann doch schon etwas anderes.

Mit Hilfe des doppelten Stethoskops messen eine Schülerin und Frau Seidel den Blutdruck einer anderen Schülerin.

Praxisanleiterin Anja Seidel demonstiert die Blutzuckermessung.

Frau Seidel durchlief die Stationen mit ihrer Gruppe in umgekehrter Reihenfolge. Am Ende trafen wir uns alle im Konferenzraum, um Fragen zu beantworten, die während des Rundgangs noch nicht beantwortet wurden.
Am 14.03.2019 begrüßten Frau Seidel und Frau Wichor erneut 18 Schüler, die sich für den Beruf des Gesundheits-u. Krankenpflegers interessierten. Die Schüler absolvierten den gleichen Rundgang und besuchten die gleichen Stationen.
Ich fand die Veranstaltung sehr interessant und habe mich gefreut, dass ich die Schüler bei ihrem Rundgang begleiten durfte. Man hat einen guten Einblick bekommen, was ein Gesundheits- und Krankenpfleger so täglich auf Station leistet.

Vivien Frieser

Autor Vivien Frieser

Mein Name ist Vivien Frieser und ich bin Praktikantin in der Stabsstelle Unternehmenskommunikation und Medien (UK) des Städtischen Klinikums Görlitz. Da ich mich für die vielfältigen Aufgaben in der Gesundheits- und Krankenhauswirtschaft interessiere, entschied ich mich, während meines Studiums praktische Erfahrungen zu sammeln und die verschiedenen Aufgaben in der UK kennen zu lernen.

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