Medizinstudentin ist begeistert von ihrem Praktikum in der Urologie

von 17. Januar 2019 Allgemein, Mitarbeiter

Sally Oertel will Ärztin werden. Die 29-Jährige ist mittendrin im Lernen, Bücher wälzen, Prüfungen bestehen. Doch all die graue Theorie wird auch für sie erst so richtig spannend, wenn es in den Klinikalltag geht. Das dürfen – und müssen – Medizinstudenten während ihres Studiums mehrfach. Nach dem bestandenen sogenannten „Physikum“ leisten sie im zweiten, dem klinischen Teil ihres Studiums vier Praktika. In der Medizin heißen diese 30-tägigen praktischen Einsätze Famulaturen. Hier werden die angehenden Ärzte mit der stationären und ambulanten Patientenversorgung vertraut gemacht.

Sally Oertel im Gespräch mit dem Urologie Chefarzt Dr. Vladimir Novotny (Foto: Felix Kurtze)

Sally Oertel, gebürtige Chemnitzerin, hatte sich im vergangenen Jahr für eine ihrer Famulaturen die Urologie des Städtischen Klinikums Görlitz ausgesucht. „Ich wurde oft gefragt, wieso gerade die Urologie?“, sagt sie und lacht. Sie findet das Bild, das dieser medizinische Fachbereich in der allgemeinen Öffentlichkeit hat, überholt. „In der Urologie werden Männer und Frauen behandelt, denn beide haben Nieren, Harnleiter, Harnröhre, Blase.“ Und diese Erkrankungen und deren Heilung sind für Sally sehr spannend. Zum anderen will sie in den vier Famulaturen auch verschiedene Fachbereiche kennenlernen, als nächstes ist die Gynäkologie dran. „Nach diesen Famulaturen beginne ich 2020 das Praktische Jahr. In diesem stehen u.a. Chirurgie und Innere Medizin auf dem Plan. Deshalb möchte ich jetzt vor allem die spezialisierteren Bereiche kennenlernen, in denen es aber ein weites Spektrum an Diagnostik und Therapie gibt.“

Die Famulantin Sally Oertel mit einem Teil des Teams der Urologischen Klinik. “Ich wurde sofort gut integriert und habe nie das Gefühl gehabt, zu stören.” (Foto: Felix Kurtze)

Was sie nicht ahnte war, dass sie sich in Görlitz eine „großartige Klinik mit einem tollen Team“ ausgesucht hatte. „Ich habe mich gut integriert gefühlt und wurde von Anfang an in der Ambulanz, auf Station und im OP direkt mit einbezogen. Das war toll. Viele meiner Kommilitonen, die in Unikrankenhäusern ihre Famulaturen absolvieren, beneiden mich um die viele praktische Erfahrung, die ich sammelte.“ Sie durfte im OP assistieren, Katheter und Flexülen legen, Ultraschall machen, sie lernte die Organisation und Abläufe im Klinikalltag kennen. „Das Arbeitsklima habe ich als extrem angenehm empfunden. Es war nie langweilig und ich hatte nirgends das Gefühl, zu stören.“ Sie hatte sogar die Gelegenheit, bei einem komplizierten, schweren urologischen Eingriff dabei zu sein, bei der ein so genanntes Fournier-Gangrän operiert wurde.

Für Anatomie und Biochemie hat sich Sally schon in der Schulzeit begeistern können, deshalb war ihr Wunsch, Medizin zu studieren und anderen Menschen zu helfen schon damals sehr stark ausgeprägt. Einfach war es nicht und sie hat lange auf den Studienplatz gewartet. Die Zeit bis zur Zusage nutze sie indem sie eine Ausbildung zur Medizinischen Fachangestellten absolvierte und eine Zeit lang in einer unfallchirurgischen Praxis arbeitete. Diese Erfahrungen vor allem im Umgang mit Patienten helfen ihr jetzt besonders, wenn sie als angehende Ärztin auf den Stationen unterwegs ist.
Die Urologische Klinik des Städtischen Klinikums Görlitz empfiehlt Sally Oertel als Praxisort unbedingt, weil sie:

Am 7.2.18 startet Sally Oertel ihre nächste Famulatur in der Gynäkologischen Klinik des Städtischen Klinikums. Wir wünschen Ihr wieder viel Spaß dabei.

Zahlen und Fakten zur Urologischen Klinik finden Sie auf unserer Homepage
Kontakt und weitere Informationen zu einer Famulatur oder einem Praktischen Jahr im Klinikum Görlitz gibt es hier

Katja Pietsch

Autor Katja Pietsch

Ich bin Katja Pietsch. Als Pressesprecherin und Leiterin der Unternehmenskommunikation des Klinikums habe ich schon von Berufs wegen eine Menge mit Kommunikation zu tun. Glücklicherweise ist das aber auch meine Leidenschaft ;-). In meiner Freizeit skate ich gerne um den See.

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