Immer aktuell – 100 Medizinisch-Technische Radiologieassistenten aus Ostsachsen bilden sich weiter

Am 4.11.2017 trafen sich ca. 100 Medizinisch-Technische Radiologieassistenten (MTRA) in den Räumen des Städtischen Klinikums Görlitz zur 4. Oberlausitzer MTRA Fortbildung. Gemeinsam mit der radiologischen Abteilung im Sächsischen Krankenhaus Großschweidnitz gestalten wir – das Team des Instituts für diagnostische und interventionelle Radiologie des Görlitzer Klinikums (kurz IdiR) – im jährlichen Wechsel diese MTRA spezifische Weiterbildung.

Auf Grund der sich rasant entwickelnden Technik in der Radiologie ist ein kontinuierlicher Erfahrungsaustausch für unsere doch eher kleine Berufsgruppe enorm wichtig. Leider gibt es in unserer Region für MTRA nur wenige Weiterbildungsmöglichkeiten, so dass wir uns vor mehreren Jahren entschlossen, dies selbst in die Hand zu nehmen.

Zu den ca. 20 MTRA aus unserem Haus durften wir weitere 84 externe MTRA aus dem gesamten ostsächsischen Raum begrüßen und uns gemeinsam auf einen spannenden Vormittag freuen. Eine solche Fortbildung bedeutet für alle Beteiligten im Vorfeld viel zusätzliche Arbeit.

Man benötigt natürlich interessante und ansprechende Themen, Freiwillige, die sich intensiv mit der Thematik befassen und bereit sind, einen Vortrag vor so vielen Fachkollegen und Kolleginnen zu halten. Die Begrüßung aller Teilnehmer erfolgte durch die Geschäftsführerin des Städtischen Klinikums Görlitz Ulrike Holtzsch. Wir haben uns sehr über ihr Kommen und die einleitenden wertschätzenden Worte gefreut.

Den Eröffnungsvortrag hielt Tim Wallenhorst mit dem Thema  “Noch mehr Artefakte im MRT” . Herr Wallenhorst ist langjähriger MRT Spezialist und Sicherheitsexperte. Es gelingt ihm immer wieder, komplexes MRT Wissen spielerisch und kurzweilig zu vermitteln. Auf diesen Vortrag hatte ich mich ganz besonders gefreut und wurde nicht enttäuscht. Auch zwei MTRA´s aus unserer Abteilung erklärten sich bereit, einen Vortrag zu halten. Therese Nawroth (MTRA) hat bis Ende des vergangenen Jahres in der Praxisklinik für Herz und Gefäße / Abteilung Nuklearcardiologie in Dresden gearbeitet. Deshalb war es ein Kinderspiel für sie, uns etwas über die Myocardszintigraphie zu berichten.

Das Hauptaugenmerk lag in diesem Jahr jedoch auf dem Thema HR CT und Lungenerkrankungen. Zur Einführung erklärte uns Beate Kabst (MTRA) die Technik des HR CT´s. Es folgte „ Ein Zwiegespräch zwischen Radiologen und Pulmologen über Lungengerüsterkrankungen“, gehalten von Pawel Tomaszewski (IdiR) und Oberarzt Dr. med. Heiko Hildesheim von der Medizinischen Klinik. Anschließend berichtete Frau Dr. med. Spieth aus dem UKD über die noch viel selteneren interstitiellen Lungenerkrankungen im Kindesalter.

Zum Schluss durften wir unsere ehemalige Oberärztin Mercedes Krumpolt begrüßen, im Gepäck ein Vortrag über MS und Differentialdiagnosen. Außerdem griff sie das Thema Gadolinumablagerungen im Gehirn noch einmal auf, welches erst kürzlich durch die Medien ging.

So viel zum Programm. Natürlich gehört zu so einer Veranstaltung auch ein kleiner Imbiss. Darum kümmerte sich die Betriebsgesellschaft des Klinikums (BGK). Außerdem gab es von uns selbst gebackenen Kuchen und kleine Naschereien, da lässt es sich doch gleich noch besser zuhören und diskutieren. Wir sind sehr dankbar für die vielen ausgefüllten Feedbackbögen, denen wir entnehmen konnten, dass auch in Zukunft großes Interesse an unseren Fortbildungen besteht. Die Teilnehmer schlugen selbst Themen vor, unter anderem MRT Bildgebung des Abdomen, Kinderradiologie und Schlaganfalldiagnostik bzw. Notfall im MRT, denen wir uns in den kommenden Jahren gern widmen wollen. Im November 2018 findet die 5. Oberlausitzer MTRA Fortbildung statt. Dann dürfen wir uns entspannt zurücklehnen und können die Vorbereitung den lieben Kollegen in Großschweidnitz überlassen.

Update: Wer mehr über den Beruf MTRA wissen möchte, kann gern in unserem Blog weiter stöbern: https://klinikum-goerlitz-blog.de/2017/03/30/ein-beruf-zwei-geschichten/

Autor Nadine Kaminsky

Ich bin Nadine Kaminsky. Seit 2010 arbeite ich im Institut für interventionelle und diagnostische Radiologie. Am meisten bereitet mir die Arbeit mit den Schülern Freude.

Mehr Artikel von Nadine Kaminsky

Eine Antwort hinterlassen