Ein Beruf – zwei Geschichten!

von 30. März 2017Allgemein

Wir werden oft übersehen und leisten doch Großes

Isabell Schulze (links) und Stephanie Tusche arbeiten im Institut für interventionelle und diagnostische Radiologie. Während Isabell ihre Ausbildung zur Medizinisch-technischen Radiologieassistentin bereits erfolgreich beendet hat, ist Stephanie noch mittendrin. Beide berichten, wie es zu ihrer Berufswahl kam.

 

Wer von Ihnen schon einmal geröntgt wurde, erinnert sich höchstwahrscheinlich nur noch an einen dunklen Raum und vielleicht noch an den Zuruf „Bitte einatmen und die Luft anhalten“. Doch was steckt wirklich in diesen dunklen Räumen hinter betonschweren Türen? Dieses Mysterium möchte ich heute aufklären.

Zuerst stelle ich mich jedoch einmal vor. Mein Name ist Stephanie Tusche. Ich bin 21 Jahre alt und war bis vor kurzem noch sehr ahnungslos was meine Zukunft betrifft. Es gibt so viele verschiedene Berufe und darunter einige, von denen man noch nie gehört hat. Aus lauter Ratlosigkeit habe ich versucht, die Zeit nach der Realschule mit dem Abitur in der Fachrichtung Gesundheit und Soziales zu überbrücken. Danach wusste ich nur, dass es mich in Richtung Krankenhaus zieht. Also begann ich den Bundesfreiwilligendienst am Städtischen Klinikum Görlitz. Jetzt im Nachhinein kann ich nur sagen „Gott sei Dank!“.

Lange Rede, kurzer Sinn, ich habe meinen Traumberuf gefunden und bin gerade mitten im 1. Ausbildungsjahr der MTRA.

Jetzt fragt sich der Großteil bestimmt, was das ist. Nun, ausgesprochen ergibt das vielleicht schon ein wenig mehr Sinn: Medizinisch-technische Radiologieassistenz. Ok ich nehme alles zurück, das versteht doch immer noch keiner.

Die MTRA ist sehr vielseitig, was mir besonders gut gefällt. Kein Tag gleicht dem anderen, da immer wieder neue Patienten mit den unterschiedlichsten Diagnosen auf uns warten. Man findet uns in den verschiedensten Abteilungen, wie zum Beispiel dem Röntgen, CT, MRT und noch vielen anderen. Unsere Hauptaufgabe in diesen Bereichen ist es, gut beurteilbare Bilder für die Ärzte anzufertigen. Das klingt natürlich leichter als es ist, doch macht viel Spaß, da jeder Patient anders ist und man so seiner Kreativität bei der Vorbereitung und dem Lagern des Patienten freien Lauf lassen kann.

In den nächsten beiden Ausbildungsjahren warten noch zwei besonders große Fachbereiche auf mich: Die Strahlentherapie und die Nuklearmedizin. Von der Strahlentherapie werden einige unter Ihnen bestimmt schon etwas gehört haben. Dort ist es unsere Aufgabe, Patienten, die an einem Tumor erkrankt sind, zielgenau zu bestrahlen. Oft kann man sich an den Erfolgen der Patienten erfreuen. In der Nuklearmedizin beschäftigt man sich eher mit der Anwendung offener radioaktiver Substanzen in Diagnostik und Therapie, aber keine Angst, darauf gehe ich jetzt nicht weiter ein.

Bei wem ich das Interesse geweckt habe, der kann sich ja auch noch im Internet darüber schlau machen. Im Großen und Ganzen kann man sagen, der Beruf der MTRA ist das perfekte Zusammenspiel von Mensch und Technik. Und auch wenn ich noch nicht so viel Erfahrung mitbringe, kann ich mit sehr gutem Gewissen sagen, ich habe den perfekten Job für mich gefunden, ganz nach dem Motto: „Wähle einen Beruf, den du liebst, und du brauchst keinen Tag in deinem Leben mehr zu arbeiten.“

 

Und so bin ich MTRA geworden….

Ich bin Isabell Schulze, 21 Jahre alt und in der Radiologie des Städtischen Klinikums Görlitz gGmbH tätig.

Wenn ich gefragt werde was ich beruflich tue, antworte ich sehr gern mit der Berufsbezeichnung MTRA, oder auch Medizinisch-technische Radiologieassistentin.

Jedoch wissen bis zu 70% der Menschen, die mich fragen nicht, was mit diesem Berufsbild verbunden ist. Wenn ich ihnen dann sage, Röntgen, CT, MRT macht es allerdings bei den meisten klick. Ehrlich gesagt, wusste ich vor vier Jahren auch selbst noch nicht so richtig, wie umfänglich und interessant dieses Berufsbild ist.

Anfang 2012, als es darum ging, sich um eine Ausbildung zu bewerben, war ich felsenfest davon überzeugt, dass ich Erzieherin werden möchte. Meine Eltern waren damals jedoch der Meinung, dass man zwei Berufswünsche bräuchte, falls es mit dem einen nicht klappen sollte. Kurzerhand organisierte meine Mutti einen Praktikumseinsatz in der Röntgenabteilung des Görlitzer Klinikums. Dort gefiel es mir auf Anhieb. Es faszinierten mich die vielfältigen Möglichkeiten der bildlichen Darstellung des menschlichen Körpers. Ich bekam Einblicke in das CT , das MRT und nicht zuletzt in das Röntgen.

Diese Einblicke und Eindrücke begeisterten mich so sehr, dass ich mich für die Berufsausbildung zur MTRA entschied.

Schnell saß ich am Computer und habe fleißig Bewerbungen geschrieben. Nach einer gefühlten Ewigkeit kamen endlich die ersten Antworten. Dann ging es Schlag auf Schlag. Zuerst der Aufnahmetest, dann ein Gespräch und schon hatte ich einen begehrten Ausbildungsplatz an der Medizinischen Berufsfachschule Dresden-Friedrichstadt.

Die Ausbildung war sehr abwechslungsreich. So mussten Praktika im Röntgen / CT, der Strahlentherapie, sowie der Nuklearmedizin absolviert werden. Natürlich wurden dafür die Grundlagen in der theoretischen Ausbildung vermittelt. Es war ehrlich gesagt teilweise sehr stressig, aber wer hat schon gesagt, dass es leicht werden würde, sein Ziel zu erreichen. Wir haben in der Zeit viel gelernt, aber das Lachen auch nicht verlernt. Wie sagt man so schön „Man lernt nie aus“. So ist es auch als MTRA, man hat immer die Möglichkeit sich weiter zu entwickeln, sei es das Erlernen der Mammographie, oder zum Beispiel der Angiographie. Die Mitwirkung im Rahmen der Strahlentherapie ist ebenfalls möglich.

Mir war es bei der Berufswahl immer wichtig, viel Kontakt zu anderen Menschen zu haben. Weiterhin wollte ich einen aktiven Beruf in dem man sich gut bewegen kann. Ich wollte nicht permanent am Schreibtisch sitzen. Beide Komponenten erfüllt dieses Berufsbild.

Ich mag meinen Beruf als MTRA und hoffe ihn noch viele Jahre ausüben zu können.

Der Einsatz während der Berufsausbildung hat sich gelohnt!

Mit freundlichen Grüßen an alle Interessenten

Isabell Schulze

Und hier gibt es Infos FLYER MTRA & Homepage

Autor Katja Pietsch

Ich bin Katja Pietsch. Als Pressesprecherin und Leiterin der Unternehmenskommunikation des Klinikums habe ich schon von Berufs wegen eine Menge mit Kommunikation zu tun. Glücklicherweise ist das aber auch meine Leidenschaft ;-). In meiner Freizeit skate ich gerne um den See.

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