Internationaler Frauentag – so viel Trubel um die Frauen. Ist das denn noch zeitgemäß?

von 8. März 2017Allgemein

Frauentag?! Warum haben Frauen eigentlich einen eigenen Feiertag, an dem sie Geschenke, Blumen oder andere Aufmerksamkeiten bekommen? Ist das nicht übertrieben und überflüssig? Ist das denn noch zeitgemäß? Am Männertag bekommen die Herren der Schöpfung doch auch keine Präsente. Und überhaupt: wenn es um Gleichberechtigung geht, dann könnte man doch die ganze Aufregung um den Frauentag weglassen. Sonst ist es doch wieder nicht wie bei den Männern und ihnen gegenüber ungerecht, oder?

So fing alles an: Schon vor über 100 Jahren machte sich die deutsche Sozialistin Clara Zetkin für Frauenrechte stark. Auf der ersten internationalen Frauenkonferenz in Kopenhagen, im August 1910 schlug sie die Einführung eines internationalen Frauentages vor. Schon ein Jahr später wurde am 19. März 2011 der erste Frauentag mit großem Erfolg in Dänemark, Deutschland, Österreich, der Schweiz und den USA gefeiert. Hauptziel der Volksversammlungen war die Forderung nach dem Frauenwahlrecht, was bis dahin ausschließlich Männern vorbehalten war. Erst weitere sieben Jahre später wurde das Frauenwahlrecht in Deutschland im Gesetz verankert. Im Januar 1919 war es dann endlich soweit. Das erste Mal in der Geschichte durften deutsche Frauen wählen gehen und gewählt werden. Die Finninnen konnten schon 1906 ihre Stimme abgeben. Bis 1971 mussten die Frauen in der Schweiz auf ihr Wahlrecht warten.

Auch wenn die ursprüngliche Zielsetzung, also das Wahlrecht für Frauen in Deutschland schon lange erreicht ist, hat der Frauentag im hier und jetzt nicht an Bedeutung verloren. Bis heute geht es am Frauentag um Gleichberechtigung. Also darum, dass Frauen auf der ganzen Welt die gleichen Rechte wie Männer haben – so z. Bsp. das Recht auf Arbeit und Bildung, das Recht auf Selbstbestimmung und das Recht auf ein gewaltfreies Leben.

Es ist großartig, dass sich immer mehr Männer Zeit für die Erziehung ihrer Kinder nehmen, Elternzeit beantragen, kochen oder einkaufen gehen und damit ihre Familien unterstützen. Und auch immer mehr Frauen dringen in Männerdomänen vor, werden beispielsweise Bundeskanzlerin, Geschäftsführerin oder auch Kfz-Mechanikerin. Und trotzdem ist Gleichberechtigung noch immer nicht Gegenwart. Es gibt viel zu viele Länder, in denen Gewalt an und Unterdrückung von Frauen geduldet werden und in denen Frauen keine Rechte haben. Auch in Deutschland gibt es viele Bereiche, in denen Frauen bei gleicher Arbeit weniger Geld verdienen als ihre männlichen Kollegen, es schwieriger haben Familie und Beruf zu vereinbaren oder Karriere in einer Führungsposition zu machen. Dabei bin ich der Meinung, dass Frauen alle Bereiche bereichern. Denn nur die Mischung macht´s.

Am Frauentag, der seit 1921 am 8. März gefeiert wird, geht es also weniger um das Geschenk an sich für die Partnerin oder die Mitarbeiterinnen eines Unternehmens. Vielmehr soll durch eine Geste darauf aufmerksam gemacht werden, dass es auf dem Weg zur Gleichberechtigung noch viel zu tun gibt. Darüber hinaus lohnt es sich immer, sich für Chancengleichheit und gegen Ungleichbehandlung einzusetzen.

Für die Mitarbeiterinnen im Städtischen Klinikum Görlitz, die über 70% der Belegschaft ausmachen, ist es eine besondere Herausforderung, Familie und Beruf zu vereinbaren. Wer sich in einem Krankenhaus bewirbt weiß, dass auch Schichtarbeit und Nachtdienste zum Arbeitsalltag dazu gehören. Trotz der unregelmäßigen Arbeitszeiten gilt es sich um die Familie zu kümmern, den Haushalt zu schmeißen, Partnerschaft und Freundschaften zu pflegen und auch sich selbst und die eigene Gesundheit nicht zu vergessen. Bei wechselndem Schlaf – und Arbeitsrhythmus keine einfache Aufgabe. Mit einer kleinen Aufmerksamkeit zum Frauentag nutzt die Geschäftsführerin des Klinikums, Frau Ulrike Holtzsch jedes Jahr die Gelegenheit, allen Kolleginnen und Mitarbeiterinnen des Hauses für ihr Engagement, ihre Energie und ihre Leidenschaft zu danken.

Hier zu sehen, die Frauentagsgeschenke vorheriger Jahre.

 

   

 

Autor Melanie Freiwerth

Mein Name ist Melanie Freiwerth und als Mitarbeiterin in der Unternehmenskommunikation kümmere ich mich um die Veranstaltungen im Haus. Mein Ziel ist es, sowohl unseren Patienten als auch unseren Mitarbeitern den Alltag abwechslungsreicher zu gestalten. Dafür bin ich immer und überall auf der Suche nach neuen Ideen.

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