Und einer läuft mit dem Wischmop durchs Bild

von 19. Oktober 2016Allgemein, Mitarbeiter

Mein Mittwoch hat wieder einen Sinn. Grey’s Anatomie geht weiter! Ich bin ehrlich, ich bin Fan seit der ersten Stunde. Damals, als die kecke, etwas verklemmte Meredith Grey ihre praktische Ausbildung als Ärztin begann und mit Oberarzt Dr. Derek Shepherd („Mac Dreamy“) anbändelte. Meredith und die anderen vier Assistenzärzte Christina, Izzi, George und Alex behandeln im Seattle Grace seither die außergewöhnlichsten Patienten und erleben die extremsten Situationen, schlimmsten Krankheiten, unglaublichsten Verletzungen – entweder bei Patienten oder sich selbst. Es ist faszinierend, mitreißend, spannend und hat so fürchterlich wenig mit dem Krankenhausalltag in der Realität zu tun.

Im Seattle Grace gibt es Ärzte, Schwestern und Verwaltungschefs (nicht selten alles in einer Person ;-). Ab und an läuft mal jemand mit dem Wischmop durchs Bild.

Mit nur drei Berufsgruppen würde ein Krankenhaus nicht funktionieren. Sobald ein Patient eine Behandlung benötigt – ob per Einweisung oder als Notfall – beginnt ein immenser organisatorischer Prozess. Von der Aufnahme bis zur Entlassung wird die medizinische Versorgung durch eine Menge administrativer Aufgaben begleitet. Wie aufwändig die Verwaltung eines Patienten ist, weiß dieser gar nicht. Das ist auch gut so, er soll sich ganz auf sich und seine Behandlung konzentrieren können.

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Jedoch gibt es eben entsprechend viele Berufe in einem Krankenhaus. Berufe, für die entweder ein Studium, eine abgeschlossene Berufsausbildung oder eine spezielle Fachausbildung notwendig sind oder Tätigkeiten, die angelernt werden können. Im Görlitzer Klinikum gibt es heute ungefähr 36 Berufsbilder, z.B. Medizinische Dokumentationsassistenten, Medizinisch-Technische Radiologieassistenten, Hygienefachkräfte, Case Manager, Medizincontroller, Patiententransportfahrer, Musiktherapeut etc.

Die Tätigkeiten innerhalb der Berufsgruppen haben sich in den vergangenen Jahrzehnten verändert. So ist die Arbeit einer Pflegekraft von heute mit der aus den Gründerjahren des Klinikums (1905) nicht zu vergleichen. Neben der Wundpflege und pflegerischen Versorgung der Patienten haben die Schwestern damals auch den Boden gewischt und das Essen transportiert. Das müssen sie heute zwar nicht mehr machen, aber an sie werden durch die zunehmende Spezialisierung der Fachgebiete und den erhöhten Dokumentationsaufwand andere zusätzliche Aufgaben gestellt. Ganz ähnlich ist es bei den Ärzten. Allein die Chirurgie hat im Laufe der Zeit eine große Wandlung vollzogen. Ein Chirurg operiert nicht mehr universell am Körper – es gibt chirurgische Fachdisziplinen: Unfallchirurgie, Neurochirurgie, Allgemeinchirurgie usw. Das medizinische Wissen über die Heilung der Menschen ist so umfangreich geworden, dass es ein Chirurg allein gar nicht mehr komplett anwenden könnte. Auch die Anästhesie hat enorme Veränderungen erlebt – die Methoden, Patienten für einen operativen Eingriff in Narkose zu versetzen, sind individueller, sanfter und damit schonender geworden.

Deutlicher Beleg für die zunehmende Spezialisierung, die auch mit verbesserten Behandlungsmöglichkeiten einhergeht, ist die gestiegene Zahl der Kliniken und Zentren. In unserem Städtischen Krankenhaus gab es im Gründungsjahr 1905 lediglich vier Abteilungen. Heute sind es 16 Kliniken und zwölf Behandlungszentren, in denen Fachleute mehrerer Kliniken zusammenarbeiten. Sie alle setzen ihr spezielles Wissen fachübergreifend ein, um den Patienten gemeinsam eine umfassende Therapie anbieten zu können.

Arbeiten im Klinikum Görlitz bedeutet, Teil eines großen Teams zu sein. Bei mehr als 1.300 Beschäftigten kennt sich nicht jeder (anders als im Seattle Grace;-), aber alle wissen, dass jeder einzelne seinen Beitrag dazu leistet, damit die Patienten behandelt werden können.

So machen das die Serienärzte in „Grey’s Anatomie“ auch – immer mittwochs.

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Autor Katja Pietsch

Ich bin Katja Pietsch. Als Pressesprecherin und Leiterin der Unternehmenskommunikation des Klinikums habe ich schon von Berufs wegen eine Menge mit Kommunikation zu tun. Glücklicherweise ist das aber auch meine Leidenschaft ;-). In meiner Freizeit skate ich gerne um den See.

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