Klimaschutz geht auch im Krankenhaus!

von 20. September 2016Allgemein, Mitarbeiter

Was fällt Ihnen spontan ein, wenn sie den Begriff Krankenhaus hören? Vermutlich kommen Ihnen Ärzte & Schwestern in den Kopf, Medizin, Krankheit, Gesundheit, Operationen, Visiten, Patientenzimmer, Rettung, Notfall, Blutkonserven, Spritzen, Narkose, Behandlung …

Sicherlich aber nicht unbedingt das Thema Umweltschutz.

Und doch spielt es eine wichtige Rolle in unserem Krankenhaus. Seit 2015 sind wir eines von 50 Häusern in Deutschland, das sich an dem Projekt „KLIK-Klimamanager für Kliniken“ beteiligt. Ich bin als so genannte „Klimamanagerin“ dafür zuständig, Möglichkeiten für den Umwelt- und Klimaschutz in unserem Haus aufzuzeigen und gemeinsam mit den Kollegen Ideen zu entwickeln, diese auch umzusetzen.

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Klingt spannend und das ist es vor allem deshalb, weil ich bei dieser Aufgabe mit allen Bereichen und Abteilungen im Krankenhaus zusammenarbeite. Umweltschutz geht immerhin Jeden an und es ist kaum zu glauben, wo es überall Potenzial dafür gibt. Selbst in einem Krankenhaus. Es beginnt bei der Mülltrennung, beim Papiersparen und Drucken in schwarz/weiß statt in Farbe. Hinzu kommen die vielen alltäglichen Gewohnheiten beim Heizen, Lüften und Beleuchten. Oftmals können hier kleine Veränderungen im Verhalten energiesparender und umweltschonender sein. Mein Ziel ist es, die Mitarbeiter und Patienten für ein energiebewusstes Verhalten zu sensibilisieren.

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Wie wichtig es ist, als Krankenhaus bewusst mit Energienutzung umzugehen, zeigt zum Beispiel eine Erhebung des bundesweit tätigen BUND-Arbeitskreises Energie, die besagt: Wenn alle Krankenhäuser in Deutschland bewusster Energien verbrauchen würden, könnten 600 Millionen Euro gespart und jährlich 6 Millionen Tonnen umweltschädliches Kohlendioxid vermieden werden. Das senkt Kosten, schafft Arbeitsplätze und schont unser Klima. Regelmäßig veröffentlichen wir für unsere Mitarbeiter im Intranet unsere Energie-Spartipps:

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Bei mir selbst hat dieses Projekt bereits „Spuren“ hinterlassen. Auch wenn mir persönlich und beruflich der Klimaschutz schon immer wichtig war, ist das Bewusstsein für die wertvolle Ressource Umwelt/Natur in den letzten Monaten deutlich gestiegen. Ein verantwortungsvoller Umgang mit unserer Natur ist extrem wichtig und jeder kann damit bei sich anfangen. Wir z.B. stellen zuhause jetzt komplett auf LED Beleuchtung um. Ein guter Anfang, wie ich finde.

Autor Ines Fischer

Mein Name ist Ines Fischer. Ich bin seit fast vier Jahren im Klinikum Görlitz als Sachbearbeiterin im Einkauf tätig und kümmere mich hier unter anderem koordinierend um den Klimaschutz. Zurzeit bin ich verstärkt mit dem Umzugsmanagement beschäftigt. Mein liebstes Hobby ist mein kleiner Enkelsohn.

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Join the discussion 2 Kommentare

  • Gabi Kretschmer sagt:

    Sehr geehrte Frau Fischer,

    da ich in und außerhalb meiner Arbeit sehr auf Klimaschutz in Görlitz bedacht bin, möchte ich auf den kleinen Artikel in der SZ : “Klinikum will Klima schützen” reagieren. Ich freue mich über alles was dieser Richtung läuft und auch Sinn macht.
    Bis Freitag, den 13.10. wird im Eingangsbereich des Naturkundemuseums eine kleine Klima-Ausstellung mit der Besonderheit einer Klima-Waage stehen. Diese gibt die Möglichkeit, den Co2 Ausstoß bei unseren unterschiedlichsten Fortbewegungen mit einem Blick zu errechnen und bietet einige alternative Vorschläge.
    Vielleicht haben Sie Zeit, schnell mal im Museum herein zu schauen.
    Mit freundlichen Grüßen, Gabi Kretschmer, Stadträtin

    • Katja Pietsch sagt:

      Sehr geehrte Frau Kretschmer, im Namen von Frau Fischer danke ich Ihnen für Ihr Feedback. Schön, dass unser Engagement auch in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird. Eine Klima-Waage klint spannend! Wir versuchen mal vorbei zu schauen.
      Herzliche Grüße aus dem Klinikum, Katja Pietsch

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